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Geogitter-Tipps: Loch- und Spannvorgang
Branchennachrichten

Geogitter-Tipps: Loch- und Spannvorgang

18.12.2025

Stanz- und Dehnungsprozess ist eine einzigartige physikalische Verarbeitungstechnologie, bei der zunächst Löcher gestanzt und diese anschließend gedehnt werden. Dies ist die Kerntechnologie für die Herstellung von biaxial orientierten Polypropylen-Geogittern. (Bezüglich ASTM D6637)

Im Folgenden sind die einzelnen Schritte dieses Prozesses detailliert aufgeführt:


  1. Rohmaterialaufbereitung und Extrusion

    (1) Mischen von hochpolymeren Polymeren (PP oder HDPE)

    [Bei Bedarf mit geeigneten UV- und Alterungsschutzmitteln mischen]

    (2) Die Rohstoffe werden geschmolzen und plastifiziert und anschließend durch eine T-förmige Düse extrudiert, um eine Platte mit glatter Oberfläche und gleichmäßiger Dicke zu erhalten.

  2. Schläge

    Mit präzisen Stanzformen werden regelmäßige Löcher in das vorgeheizte Blech gestanzt. Anschließend werden diese Löcher in der Regel ordentlich angeordnet.

  3. Dehnen

    Dies ist der Schlüssel zur Erzielung hoher Festigkeit bei Geogittern. Die Streckung erfolgt in einem spezifischen Temperaturbereich (oberhalb der Glasübergangstemperatur und unterhalb des Schmelzpunktes).

    (1) Längsdehnung (MD):

    Das gestanzte Blech durchläuft eine Reihe von Vorwärmwalzen und Streckwalzen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

    Die Bandgeschwindigkeit der zweiten Walzengruppe ist deutlich höher als die der ersten. Im durch Erwärmung erweichten Zustand wird das Blech in Maschinenrichtung (MD) gestreckt.

    Dabei werden die kreisförmigen Löcher im Blech zu elliptischen oder nahezu rechteckigen Formen gestreckt.

    (2) Seitliche Dehnung (CD):

    Das Plattenmaterial wird nach dem Längsstrecken sofort in die Breitenstreckmaschine geleitet.

    Die beiden Blechseiten werden durch spezielle Klemmen oder Nadelketten gehalten, die entlang der Breitenausdehnungsschiene verlaufen, wobei sich der Winkel zwischen den Schienen allmählich vergrößert. Dadurch wird das Blech in seitlicher Richtung (CD) erheblich verbreitert.

    Während des seitlichen Streckprozesses werden sowohl die Längs- als auch die Querrippen gedehnt und ausgedünnt. Die elliptischen Löcher verwandeln sich schließlich in gleichmäßige rechteckige oder quadratische Gitter.

  4. Formgebung und Kühlung

    Nach dem Vorspannen wird das Geogitter sofort in den Kühlformprozess überführt und unter Spannung rasch abgekühlt. Anschließend wird die Spannung gelöst und das Produkt aufgewickelt.


Das Wesentliche dieses Prozesses ist die Erzielung einer gerichteten Ausrichtung der Polymerketten und einer geordneten Anordnung der Molekülketten.

Aufgrund dieser Eigenschaften ist biaxiales Kunststoffgeogitter weit verbreitet in:

  • Verstärkung von Weichbodenfundamenten
  • Verbesserung des Untergrunds von Straßen, Eisenbahnen und Dämmen
  • Parkplätze, Flughafenlandebahnen und tragende Fundamente
  • Erdstützmauern und Hangverstärkung
  • Bewehrte Erdbauwerke auf Mülldeponien, in Bergwerken und anderen Feldern

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